Chor

Chorleiter

 

Der Dirigent

10 Fragen

an unseren Dirigenten

Bernd Neuschl

1. Was machts du, wenn du nicht gerade dirigierst?

Als zweifach examinierter Deutsch und-Musiklehrer führe ich meine Schüler*innen bis zum Abitur.

2. Wie schafft man es als Dirigent, 18 Jahre mit einem Verein erfolgreich zu arbeiten?

Die Zutatenliste für unser gemeinsames Erfolgsrezept liest sich vielleicht so: Unstillbare Neugierde in Sachen Repertoire, kreative Konzertideen mit Laien und Profis, eine stimmige Werkauswahl, die weder über- noch unterfordert, die Wurzeln zum Volkslied nicht kappen und ein gaaaaanz langer Geduldsfaden meinerseits in den Proben mit einer gesunden Prise Humor. Hin und wieder eine Fortbildung in Sachen Stimmbildung, von der auch meine Sänger*innen profitieren.

3. Wie gehst du bei einer Konzertplanung vor?

Ich habe ein riesiges Tonträger- und Partituren-Archiv. Dazu bin ich mit Komponisten, Arrangeuren und Verlagen rund um den Globus über Mail oder Social Media hervorragend vernetzt. In der Presse wurde ich deshalb schon als „Schatzsucher“ bezeichnet und ich werde, so das Feedback, bis heute auf und vor der Bühne für meine Werkauswahl gelobt. Wenn mich ein Stück besonders anspricht, dann verästeln sich andere Kompositionen darum herum. Das Ganze steht meistens unter einem Motto, das Ausführende und später auch das Publikum motiviert, zu kommen, um sich gemeinsam begeistern zu lassen.

4. Was waren für die die schönsten Konzerterlebnisse bisher?

Da könnt ihr mich gleich nach meinem Lieblingsessen fragen. Highlights gibt es nämlich in jedem Konzert. Vorneweg viele deutsche Erstaufführungen im Blasorchester- oder Chorbereich. Oder über 200 Mitwirkende 2016 bei „A Night of Joy“ mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie und ECHO-Pop Preisträgerin Cassandra Steen. Ein Mammutchor mit Maybebop 2019 oder vor allem die klangintimen Kirchenkonzerte 2019/2020 mit Streichquartett bleiben besonders in Erinnerung, genauso wie ein goldener Erfolg bei Diplomsingen oder die mitreißenden Musicalkonzerte 2005 und 2018.

5. Gab es schon mal Pannen bei Live-Konzerten?

Immer! Und die muss es auch geben, weil sie beweisen, dass es auf der Bühne menschelt und nichts Künstliches aus der Konserve kommt. Manchmal verpasst ein Musiker den Einsatz, manchmal bin ich so berührt von dem, was da unmittelbar entsteht, dass ich mich davontragen lasse und mich verschlage. Oder ein komplettes Register setzt nicht ein, obwohl die Stelle in den Proben tausendmal geklappt hat. Das gehört dazu, weil man danach umso konzentrierter weiter macht. Das passiert übrigens Profis genau so wie Laien.

6. Welche Chöre und Orchester findest du gut?

Ganz spontan? Kammerchor Stuttgart, Vocal Line, Tokyo Kosei Wind Orchestra und die US Navy Band mit ihren Sea Chanters. Hammer.

7. Wer sind deine Lieblingskomponisten im Chorbereich?

Alle, die ich aktuell mit einem Chor oder Orchester erarbeite. Zu den populärsten gehören aber sicherlich Felix Mendelssohn-Bartholdy, Arvo Pärt, Eric Whitacre, Morten Lauridsen, Knut Nysted, Zoltán Kodály, Moses Hogan, Wolfram Buchenberg, Oliver Gies und Sven-David Sandström.

8. Gibt es Werke, die du selbst gerne komponiert hättest?

Da fallen mir intuitiv drei Meilensteine der A Capella Chorliteratur ein: Messe pour double choeur (Frank Martin), Hymn of the Cherubim (Peter Tchaikovsky) und Agnus Dei (Samuel Barber).

9. Welche Pläne hast du noch mit den Happy Voices?

Noch viele konzertante Spaziergänge am  Broadway über latein-amerikanische Gefilde bis hin zum Jazz. Aber auch Ausflüge zur Neuen Deutsche Welle, zum aufgepeppten Volkslied und in die fantastische Welt der Weihnachtsmusik. Ideen gibt es noch reichlich.

10. Wie verbringt ein Dirigent seine Freizeit?

Ich engagiere mich ehrenamtlich als stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Bretten und schreibe an meinem zweiten Buch. Ansonsten liebe ich neben eigenen Lesungen lange Spaziergänge, die Berge und das Meer. Wellnesswochenenden und ein gutes, gemeinsam gekochtes Essen, das von einem Spieleabend gekrönt wird, gehören ab und zu dazu. Hin du wieder greife ich die Trickkiste und zaubere, komponiere nach Auftrag oder lasse mich von einem spannenden Kinofilm mit Popcorn fesseln.

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